Besprechungen von Büchern


1)
Das neue Werk des bekannten Psychologen Daniel Goleman:
Dialog mit dem Dalai Lama.


Es ist beim Hanser Verlag mit einer Erstauflage von 100 000 gestartet und markiert eine neue Stufe der Bekanntmachung des Buddhismus in Deutschland. Es ist ein anschaulicher Bericht Golemans, der bewusst für ein breites Publikum geschrieben ist - über eine Konferenz, auf der sich führende Psychologen und Neurowissenschaftler mit buddhistischen Mönchen und dem Dalai Lama getroffen haben. Dabei ging es um die destruktiven Emotionen und die Frage ihrer Überwindbarkeit.

Das Buch zeigt die weitgehende Begegnung zwischen moderner Wissenschaft und Buddhismus und die emotional heilende Effektivität buddhistischer Meditationsformen. Aber es gibt eine andere Seite, die im Buch nicht transparent wird.

Ausführliche Fassung der Besprechung in Psychologie Heute vom Februar 2004 und in den Buddhistischen Monatsblättern 1 / 2004. Das Original der Besprechung, wie in Psycholgie Heute erschienen, erscheint unter diesem Link.


2)
Kursbuch Vipassanâ: Wege und Lehrer der Einsichtsmeditation,
von Hans Gruber.


Die Achtsamkeits- oder Einsichtspraxis Vipassanâ (Klares Sehen) bildet neben dem Zen und dem tibetischen Buddhismus die dritte Haupttradition des Buddhismus im Westen, die besonders stark wächst. Sie ist die bekannteste Praxisform des frühen Buddhismus Theravâda (Lehre der Älteren), der heute in Südostasien und Sri Lanka maßgeblich ist.

Kursbuch Vipassanâ: Wege und Lehrer der Einsichtsmeditation
(Fischer-Taschenbuch) gibt einen Überblick über die primären Ansätzen, Vertreter und Textgrundlagen des Vipassanâ.

Ein Resümee (länger als der Buchvorspann).


3)
So spricht Buddha. Die schönsten und wichtigsten Lehrreden des Buddha,
von Paul Köppler.

Paul Köppler hat mit seinem neuen Werk So spricht Buddha: Die schönsten und wichtigsten Lehrreden des Buddha einige Reden des Erwachten aus den ältesten vollständig überlieferten Sammlungen im Pali-Kanon resümiert. Aber die Wiedergaben des Thich Nhat Hanh-Schülers und Leiters des "Waldhauses am Laacher See" sind keineswegs getreue Resümees im "Geiste der Lehre", um "die ursprünglichen Worte des Buddha" zu vermitteln, wie er im Vorwort des Buches behauptet.

Die hier erscheinende Besprechung ist mit weiteren Beispielen ausführlicher als die Fassung der Kontroverse, die früher auf der Website www.connection.de geführt worden ist.


4)
Mein Weg zum Buddhismus: Deutsche Buddhisten erzählen ihre Geschichte,
hg. v. Dagmar Doko Waskönig.

Das Interesse an Biografien wird immer größer. Die Zen-Lehrerin Dagmar Doko Waskönig hat mit diesem Buch die Lebensgeschichten von 24 deutschen Buddhisten zusammengetragen, die heute als Lehrende oder Autoren, Zentrumsleiter oder Übersetzer ihre Sicht des Buddhismus im deutschsprachigen Raum vermitteln. Diese Frauen und Männer aus unterschiedlichen buddhistischen Traditionen sind zu einer Zeit zum Buddhismus gekommen, als dieser noch nicht annähernd die heutige Bedeutung hatte. Was motivierte diese frühe Suche? Was sind die Gründe für deren Begeisterung?

Erschienen im Sonderheft "connection special", Der Buddhismus und die ganzheitlichen Therapien, Februar-März 04.


5)
Lieben und Loslassen: Durch Meditation das Herz öffnen,
von Marie Mannschatz.


Die vier göttlichen Verweilzustände "Brahmavihâras" Liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut sind die zentrale ethische Lehre des frühen Buddhismus. Ihr Name "göttliche Verweilzustände" oder "göttliche Wohnorte" hat damit zu tun, dass sie dem Menschen im irdischen Leben auf die Bewusstseinsebene eines Gottes "heben".

Besprochen im "connection special" Buddhismus als Weltreligion, Februar-März 03.


6)
Auf der Suche nach dem Wesentlichen: Worauf es in Religion, Spiritualität und Selbstfindung ankommt,
von Wolf Schneider.


Wolf Schneider, der Herausgeber der Zeitschrift connection, die auch regelmäßig den Buddhismus behandelt, will mit seinem Buch "Orientierung und Entscheidungshilfe für Suchende im Dickicht des heutigen spirituellen Supermarktes" bieten, wie er sagt. Diese Sammlung enthält neunzehn seiner Beiträge, einen Querschnitt seines Schaffens als Herausgeber. Beispiel- und erfahrungsreich geht es um eine große Palette an Themen.

Besprechung in den Buddhistischen Monatsblättern, Ausgabe 3, 2004.




Tsongkhapa

Ein Blick am Abend von der
Veranda des Haupthauses
von Aviceiros, Madeira
(vgl. "Websites von Freunden").

"Folgt nicht als geoffenbart
geltenden Lehren,
altehrwürdigen Überlieferungen,
der Autorität 'Heiliger Schriften',
der landläufigen Meinung,
bloßen Vernunftgründen,
Schlüssen aus reiner Theorie,
dem einnehmenden 'Charisma'
oder der vermeintlichen 'Größe'
eines Meisters.
Aber wenn Ihr
in Euch selbst versteht:

'Diese Dinge sind heilsam, förderlich, von den Weisen empfohlen; und, wenn man sie akzeptiert und ausführt, bringen sie allseits Nutzen und Glück, solltet Ihr danach handeln."

Der Buddha im Kalâma-Sutta, Angereihte Sammlung, Pali-Kanon.





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